Gemeinde Schopfheim

Ihr 1200-jähriges Bestehen feierte die Stadt im Wiesental im Jahr 2007. Heute leben hier ca. 19.100 Einwohner. Schon die alten Römer und auch die Alemannen haben sich hier gerne niedergelassen. Die Sprache der Römer wird wohl nur noch am Gymnasium in den Lateinklassen gesprochen. Dafür ist Alemannisch - wenn auch nicht gerade ein Relikt der Alemannen - bis heute in der Gegend etabliert. So heisst die Gemeinde bei uns dann auch “Schopfe”.

 

Vor 120 Jahren besuchte Stammapostel Friedrich Krebs am 10.05.1896 Schopfheim. Es wird berichtet, dass Stammapostel Krebs mit einem Ochsengespann von Basel nach Schopfheim abgeholt worden war. Die Fahrt dauerte mehrere Stunden. Man stelle sich die Strassen und die rumpelige Fahrt vor! Der Gottesdienst damals fand im Gasthaus Löwen statt. Mit ihm ist die Entstehung der ersten Gemeinde der Neuapostolischen Kirche im südbadischen Raum festgelegt.

 

Heute umfasst die Gemeinde rund 160 Mitglieder. Wir versammeln uns in einem schön gestalteten Kirchengebäude, das sich mit hohen, bunten Fenstern Richtung Süd-Westen öffnet. Die Kirche ist gross genug, dass zu grösseren Gottesdiensten auch die umliegenden Gemeinden darin Platz finden. Im Gegensatz zu dem Gottesdienst vor 120 Jahren kommen heute die Teilnehmer auch nicht mehr mit dem Ochsengespann sondern parken ihre Fahrzeuge auf dem grossen Parkplatz um die Kirche herum.

Seelsorge und Gemeinschaft wird gepflegt in allen Altersgruppen von 0-87Jahren. Die Kinder haben ihren NAKids Sprecher aus den eigenen Reihen. Sie unternehmen monatlich etwas mit den anderen Kindern im Rahmen des Programms NAKids. Wie zum Beispiel Schlittenfahren im Winter, oder dem Besuch eines Märchenwaldes.

Die Gruppe “60-plus” trifft sich einmal im Monat nachmittags zum Austausch von Gedanken, Kaffee und Kuchen - und sonst auch interessanten Aktionen. Wie zum Beispiel der Vorführung eines Alphorns, das sich in der tragenden Akustik des Kirchenschiffes so gut entfaltet. Oder einer sachkundigen Vorführung, wie Salben selbst hergestellt werden können.

Keks-Sonntage werden regelmässig eingeplant, damit Geschwister nach einem Gottesdienst auch mal etwas mehr Zeit im Gespräch füreinander finden. Solches dann bei einem gemütlichen Kaffee oder Tee - und natürlich leckeren Keksen. Für Gross und Klein.

Die Sänger des Chores gestalten regelmässig den Rahmen für die Gottesdienste. Dazu bereiten sie ihr Repertoire vor in den Chorproben an einem Abend unter der Woche. Oder auch einmal nach einem Sonntags-Gottesdienst, um möglichst vielen die Besuche der Proben zu ermöglichen. Blockflötengruppe und Orchester machen regelmässig Musik ohne Worte. Ebenso leiten die Organisten mit ihrem Spiel an der Pfeifenorgel die Gemeinde in und durch den Gottesdienst hindurch. Die Pfeifen der Orgel verleiten immer wieder mal, an einen Vergleich zu denken, von dem man sich erzählt: Die Gemeinde ist wie eine Orgel: da gibt es Pfeifen unterschiedlicher Grösse... grosse und kleine.

Als in unmittelbarer Nähe der Kirche ein Lager für Flüchtlinge eingerichtet war, veranstalteten Schwestern und Brüder regelmässig Lesenachmittage für Kinder in der Kirche. Somit konnten sie zugehen auf die Kinder dieser besonderen Nachbarschaft und ihnen für einige Momente Ruhe und Geborgenheit vermitteln.

 

Wir gehen mit Freude zu auf den 05. Mai 2016. In Erwartung einer ganz besonderen Himmelfahrt.

Anschrift

Tilsiter Straße 3
79650 Schopfheim

Gottesdienstzeiten

Sonntag, 9:30 Uhr
Mittwoch, 20:00 Uhr

Ansprechpartner

Olf Krumm